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Zeilenabstand

Kontext


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Der Zeilenabstand, genauer: der Zeilenvorschub bezeichnet die Strecke, die von der Schriftgrundlinie der ersten Zeile bis Schriftgrundlinie der folgenden Zeile reicht. Damit umfasst der Zeilenvorschub den Schriftgrad und den Freiraum zwischen den Zeilen, den sogenannten Durchschuss.

Durchschuss nannte man zu Zeiten des Bleisatzes den mit Blindmaterial (also nicht druckenden Teilen) vergrößerten Abstand zwischen den Schriftkegeln zweier Zeilen. Mit diesem Blindmaterial musste die Zeile über ihre ganze Länge "durchschossen" werden. Der Durchschuss ist somit die Fläche zwischen der Unterkante des Schriftkegels der ersten Zeile bis zur Oberkante des Schriftkegels der nachfolgenden Zeile. Der Freiraum zwischen den Zeilen ist jedoch noch ein wenig größer als der Durchschuss, da die Lettern auf den Schriftkegeln oben und unten noch ein wenig Fleisch ausweisen, was das Weiß zwischen den Zeilen vergrößert.

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Optisch wird der Freiraum zwischen den Zeilen auch noch dadurch vergrößert, dass viele Buchstaben nicht in die Ober- bzw. Unterlänge hineinragen. Der optische Freiraum zwischen den Zeilen sollte in etwa den Mittellängen der verwendeten Schrift entsprechen.

Schriftgrad und Zeilenvorschub werden oftmals mit der Formel X/Y gekennzeichnet. Die erste Zahl gibt dabei den Schriftgrad an, die zweite den Zeilenvorschub. Bspw. würde 10/12 bedeuten, dass der Schriftgrad 10 Punkt, der Zeilenvorschub 12 Punkt und der Durchschuss folglich 2 Punkt beträgt. In der Regel misst der Durchschuss zwischen 20 und 25 % des Schriftgrades, doch lange Zeilen benötigen ebenso wie lichte Schriften mit großen Punzen einen größeren Abstand.

 

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