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Schlechte Lesbarkeit

Kontext


Was ist nun schlecht lesbar? Ist der Abstand zwischen zwei Wörtern zu groß, will das Auge unwillkürlich in die nächste Zeile abrutschen und muss vom Gehirn zurückgehalten werden, weil das Weiterlesen scheinbar keinen Sinn ergibt. Ist der Buchstabenabstand so, dass zwei Buchstaben zu weit voneinander entfernt sind, muss entschieden werden, ob das ein Wort ist oder zwei. Stehen die Buchstaben zu eng beieinander, so können sie miteinander verschmelzen - "r" und "n" scheinen ein "m" zu sein. Das alles geschieht für den Leser unbewusst, aber er ist in Wahrheit ein wenig abgelenkt. Fesselt ihn der Inhalt wenig, kann das ein Anhaltspunkt für ihn sein, das Lesen abzubrechen.

Wurde bei den bisher genannten Komponenten alles richtig gemacht, so ist gute Lesbarkeit noch immer nicht garantiert. Ebenso kommt es auf das gesamte Layout an. Dieses sollte spannungsreich, aber doch harmonisch sein. Zu spannungsreich wird das Layout in jedem Fall, wenn man den typischen Anfängerfehler macht, möglichst alle verfügbaren Schriften in einem Text zu benutzen - hier gilt: weniger ist oft mehr.

Auch die Papieroberfläche und Papierfärbung spielen für die Lesbarkeit eine Rolle. Glänzende Papiere erschweren die Lesbarkeit, die Färbung des Papiers muss mit der Schrift abgestimmt werden. Sehr feine Schriften oder Schriften mit ausgeprägtem Strichstärkekontrast sind auf hochweißem Papier schwer lesbar.

Und noch etwas: Darauf zu achten, dass keine Einstellung zu schlechter Lesbarkeit führt, ist immer wichtig, ob man nun ein gedrucktes Buch liest, eine handschriftliche Notiz oder einen Text am Computer. Deshalb sollte man die oben genannten Regeln immer im Hinterkopf behalten. Auch bei Werbemitteln ist es wichtig, schlechte Lesbarkeit zu vermeiden (bei Aufdrucken für Fahrzeuge, einem Transparent, das an eine Hausfassade gehängt wird, bei Firmenstempeln etc.). Denn es ist ärgerlich, wenn man sich Werbemittel oder Geschenke bedrucken lässt und sie dann schlecht lesbar sind. Zum Glück gibt es inzwischen günstige Stempel, Transparente, Flyer etc. mit guten Lesbarkeitseigenschaften. Bei einer Tassengestaltung zum Beispiel kann man den Text bei bestimmten Shops online platzieren, sodass bezüglich der Lesbarkeit nichts schiefgehen kann: In der Vorschau kann man das Ergebnis sehen und in der Druckerei wird die richtige Beschriftung verwendet.

Um Fehler zu vermeiden, sollte man Regeln für Typographie und Layout beachten.

 

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