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Satzspiegel

Kontext


Ob Verlag oder Privatperson, heutzutage hat jeder die Möglichkeit, ein Buch zu schreiben und selbst zu publizieren. Möchte man ein Buch drucken lassen, muss bei der Umsetzung auf viele Dinge geachtet werden. Angefangen bei der Auswahl des Formates, der Schriftart und Schriftgröße, der Qualität der verwendeten Bilder und dergleichen. Es müssen Entscheidungen bezüglich Papierart, Einband und weiterer Details getroffen werden. Man sollte berücksichtigen, welche Art von Buch man produzieren lassen möchte. Einen Roman lässt man beispielsweise am besten auf einem leicht gelblichen und ungestrichenem Papier drucken, während man bei einem Bildband glänzendes Papier nutzen sollte. Damit das Buch leicht zu lesen und optisch ausgeglichen ist, spielt der Satzspiegel eine entscheidende Rolle.

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Der Satzspiegel ist die Festlegung einer Nutzfläche auf dem ausgewählten Seitenformat, die mit dem Satz, d.h. Texten und Bildern etc., gefüllt werden soll. Daraus ergibt sich die Größe des Papierrandes, der in einem ästhetischen Verhältnis zur Nutzfläche stehen soll. Genauer gesagt ist der Satzspiegel ein gedachtes Rechteck, das die bedruckten Teile einer Seite umgibt. Marginalien, Bogensignatur und Seitenzahl liegen außerhalb des Satzspiegels, Fußnoten wiederum gehören ebenso dazu wie eventuelle Kolumnen. Die nicht bedruckten Ränder nennt man Stege.

Die Bestimmung des Satzspiegels ist in Abhängigkeit von der Art der Drucksache zu sehen. Man unterscheidet Drucksachen, die aus mehreren Seiten bestehen und beidseitig bedruckt sind (doppelseitiger Satzspiegel), von solchen, die nur aus einer Seite bestehen (einseitiger Satzspiegel).

Unabhängig von der Art der Drucksache und dem benutzten Konstruktionsmodell empfiehlt es sich, nachdem man sich für eine bestimmte Gestaltung des Satzspiegels entschieden hat, ein Gestaltungsraster zu entwerfen. Satzspiegel und Gestaltungsraster können vorab rechnerisch ermittelt werden.

 

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