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Buchstabenkonstruktion

Kontext


Die konkrete Form eines Buchstabens ist das Ergebnis kreativen und planerischen Gestaltens. Die Beispiel-Buchstaben aus Albrecht Dürers Majuskel-Alphabet, das dieser um 1520 entworfen hat, zeigen beispielsweise, dass die Form der Serifen durch unterschiedlich große Kreissegmente bestimmt wird.

Nicht nur die Kreissegmente der Serifen sind unterschiedlich groß, sondern auch die Buchstaben selbst. Wie man an diesen Beispielen sehen kann, ragen einige Majuskeln wie das A oben über ihren Stamm hinaus, andere, wie das O rechts, sprengen das umschreibende Quadrat seitlich. Werden die Buchstaben nun durch Kleinbuchstaben zu ganzen Wörtern zusammengefügt, gehört auch die Vor- und Nachbreite eines Buchstabens zur Konstruktion. Ein schmaler Buchstabe braucht eine größere Vor- und Nachbreite als ein breiter Buchstabe, damit beide Buchstaben für den Leser gleich groß wirken. Diese kleine Abweichung von der ursprünglichen Konstruktion eines Buchstabens sorgt als optischer Ausgleich für typographische Harmonie.

 

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